galerie ak1
bildhübsch und käuflich
2011
Fotokünstler Jonas Braukmann hat über mehrere Jahre sein täglich‘ Brot in einem täglich‘ Bild dokumentiert. Nahezu 3000 Fotos zeigen knackige Würstchen, angefressene Schrippen, schlüpfrige Shakes und: immer wieder Nudeln.
Eine üppige Bilderportion, die fundamentale Fragen berührt wie: „Ist die deutsche Küche tatsächlich so kontrastarm?“ und „Wer hätte gedacht, dass unsere Nahrung so ocker ist?“ Die im Teller-Stil geblitzte Schnappschusskulinarik macht hin und wieder froh, dass Zähne nicht sehen können.
Und doch: Anders als hochgeföhnte Spaghetti Bolognese auf den bebilderten Speisekarten der Touristenrestaurants lockt Braukmanns Bilderbuffet den kulinarischen Voyeur mit Geschichten aus dem Hauptgang des Lebens. Dem frugalen Esstrieb hier folgt das gediegene Katerfrühstück dort, mit der opulenten Orgie als Sahnehäubchen. Das weckt mehr Emotionen, als das professionellste Hochglanz Food Styling. Indem sie vom Auge direkt in den Bauch fährt, macht uns die Ausstellung zu lustvollen Zeugen einer profanen Eucharistie, in der sich jenseits des Einzelbildes jemand zeigt, wie er is(s)t.
Tipp: Herzhaft anschauen!
Zur Vernissage kredenzt Wurstsack www.wurstsack.de eine kulinarische slow-food Performance.
Autor: Robert Rausch
Neue Ausstellung ab dem 4. November: about to be eaten
4. November 2011 19:30
about to be eaten
05.11. bis 26.11.2011
Vernissage
04.11.2011 - 19.30 Uhr
Jonas Braukmann
Brot für die Augen
-> Bilder demnächst